MHD vs. Verbrauchsdatum: Was Sie sicher essen können
Der Unterschied zwischen Mindesthaltbarkeitsdatum und Verbrauchsdatum – und warum Millionen Tonnen Lebensmittel unnötig weggeworfen werden.
Jährlich werden in Deutschland rund 11 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen – ein beträchtlicher Teil davon, weil Verbraucher das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) mit dem Verbrauchsdatum verwechseln. Der Unterschied ist entscheidend für Ihre Sicherheit und Ihren Geldbeutel.
Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD): ‚Mindestens haltbar bis'
Das MHD ist eine Qualitätsgarantie des Herstellers: Bis zu diesem Datum garantiert er Geschmack, Konsistenz und Nährwert. Nach Ablauf des MHD ist das Lebensmittel in aller Regel noch genießbar – oft Wochen oder sogar Monate. Joghurt, Käse, Konserven, Nudeln und viele weitere Produkte sind weit über das MHD hinaus sicher.
Verbrauchsdatum: ‚Zu verbrauchen bis'
Das Verbrauchsdatum findet sich auf leicht verderblichen Lebensmitteln wie frischem Hackfleisch, rohem Geflügel oder Fisch. Nach Ablauf können sich gesundheitsgefährdende Keime vermehrt haben. Dieses Datum muss strikt eingehalten werden – eine Überschreitung ist ein Gesundheitsrisiko.
Das Verbrauchsdatum ('zu verbrauchen bis') darf niemals überschritten werden. Entsorgen Sie Produkte mit abgelaufenem Verbrauchsdatum konsequent, auch wenn sie äußerlich noch gut aussehen.
So prüfen Sie Lebensmittel nach MHD-Ablauf
Nutzen Sie Ihre Sinne: 1. Sehen – Schimmel, Verfärbungen? 2. Riechen – unangenehmer Geruch? 3. Schmecken – kleine Menge probieren. Ist alles unauffällig, können Sie das Produkt bedenkenlos verwenden.