Nutri-Score verstehen: Was die Buchstaben wirklich bedeuten
Der Nutri-Score erklärt: Wie die Nährwertkennzeichnung funktioniert und wie Sie sie für gesündere Einkäufe nutzen.
Der Nutri-Score ist eine farbliche Nährwertkennzeichnung auf der Vorderseite von Lebensmittelverpackungen. Die fünfstufige Skala reicht von A (dunkelgrün, günstigstes Nährwertprofil) bis E (rot, ungünstigstes Nährwertprofil). In Deutschland ist die Kennzeichnung freiwillig – immer mehr Hersteller nutzen sie jedoch.
So wird der Nutri-Score berechnet
Der Algorithmus berücksichtigt pro 100 Gramm: Ungünstige Nährstoffe (Energie, Zucker, gesättigte Fettsäuren, Salz) erhalten Minuspunkte, günstige Bestandteile (Ballaststoffe, Proteine, Obst/Gemüse/Nüsse) Pluspunkte. Die Differenz bestimmt den Buchstaben. Seit 2024 gilt ein überarbeiteter Algorithmus, der z. B. Süßstoffe und rotes Fleisch strenger bewertet.
Stärken und Grenzen
- Stärke: Schneller Vergleich innerhalb einer Produktkategorie (z. B. Müsli A vs. Müsli C)
- Stärke: Wissenschaftlich fundiert und in großen Studien validiert
- Grenze: Vergleich zwischen verschiedenen Kategorien wenig aussagekräftig
- Grenze: Zusatzstoffe, Verarbeitungsgrad und Bio-Qualität werden nicht berücksichtigt
- Grenze: Portionsgrößen spielen keine Rolle – immer Bezug auf 100 g/ml
Nutzen Sie den Nutri-Score als schnelle Orientierung beim Einkauf, aber ersetzen Sie damit nicht den Blick auf die vollständige Nährwerttabelle und Zutatenliste.
Ein Nutri-Score A bedeutet nicht automatisch 'gesund'. Auch hoch verarbeitete Produkte können einen guten Score erhalten. Achten Sie zusätzlich auf die Zutatenliste und den Verarbeitungsgrad.