E-Nummern: Welche Zusatzstoffe sind unbedenklich?
E-Nummern entschlüsselt: Welche Lebensmittelzusatzstoffe unbedenklich sind und auf welche Sie besser verzichten sollten.
E-Nummern sorgen bei vielen Verbrauchern für Verunsicherung. Dabei steht das ‚E' schlicht für ‚Europa' – jeder in der EU zugelassene Lebensmittelzusatzstoff erhält eine Nummer. Die Zulassung erfolgt erst nach eingehender Sicherheitsbewertung durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA).
Die wichtigsten Gruppen
- E 100–199: Farbstoffe (z. B. E 160a Betacarotin – natürlich und unbedenklich)
- E 200–299: Konservierungsstoffe (z. B. E 202 Kaliumsorbat – in üblichen Mengen sicher)
- E 300–399: Antioxidationsmittel und Säureregulatoren (z. B. E 300 Ascorbinsäure = Vitamin C)
- E 400–499: Verdickungsmittel und Emulgatoren (z. B. E 440 Pektin – natürlich aus Früchten)
- E 500–599: Trennmittel und Säureregulatoren (z. B. E 500 Natriumhydrogencarbonat = Natron)
- E 600–699: Geschmacksverstärker (z. B. E 621 Mononatriumglutamat – umstritten)
- E 900–999: Verschiedene (z. B. E 950 Acesulfam-K – Süßstoff)
Zusatzstoffe, bei denen Vorsicht geboten ist
- Azofarbstoffe (E 102, E 110, E 122, E 124, E 129): Stehen im Verdacht, die Aktivität und Aufmerksamkeit von Kindern zu beeinträchtigen
- Nitritpökelsalz (E 250): In Verbindung mit Eiweiß können krebserregende Nitrosamine entstehen
- Phosphate (E 338–341, E 450–452): Hohe Mengen belasten die Nieren und können den Kalziumstoffwechsel stören
- Süßstoffe (E 950, E 951, E 952): Langzeitwirkungen werden weiterhin erforscht
Grundregel: Je kürzer die Zutatenliste, desto weniger verarbeitet ist das Produkt. Naturidentische Zusatzstoffe wie E 300 (Vitamin C) oder E 330 (Zitronensäure) sind unbedenklich.
Alle in der EU zugelassenen Zusatzstoffe wurden von der EFSA als sicher bewertet – für die festgelegten Höchstmengen. Problematisch kann es werden, wenn viele verarbeitete Produkte mit denselben Zusatzstoffen konsumiert werden und sich die Mengen addieren.