Elektroschrott richtig entsorgen: Die neuen Regeln
Wohin mit alten Elektrogeräten? Die Rückgabepflicht für Handel und Hersteller und Ihre Entsorgungsmöglichkeiten.
In Deutschland fallen jährlich über 1,8 Millionen Tonnen Elektroschrott an – ein erheblicher Teil davon wird falsch entsorgt. Seit 2022 gelten strengere Rücknahmeregeln: Nicht nur Wertstoffhöfe, sondern auch Supermärkte und Online-Händler müssen Altgeräte zurücknehmen.
Wer muss Altgeräte zurücknehmen?
- Wertstoffhöfe und kommunale Sammelstellen: Kostenlose Abgabe aller Elektrogeräte
- Große Elektrohändler (ab 400 m² Verkaufsfläche): Pflicht zur Rücknahme kleiner Geräte (unter 25 cm) ohne Neukauf
- Große Elektrohändler: Rücknahme großer Geräte (über 25 cm) beim Kauf eines vergleichbaren Neugeräts
- Online-Händler: Gleiche Rücknahmepflichten, Rücksendekosten trägt der Händler
- Supermärkte ab 800 m² Verkaufsfläche: Müssen kleine Elektrogeräte zurücknehmen, wenn sie selbst Elektronik verkaufen
Was gehört zum Elektroschrott?
- Alles mit Stecker, Kabel oder Batterie
- Smartphones, Tablets, Laptops, Drucker
- Haushaltsgeräte: Toaster, Wasserkocher, Föhn
- Lampen und Leuchtmittel (LEDs, Energiesparlampen)
- Elektrisches Spielzeug und Werkzeug
Elektroschrott gehört niemals in den Hausmüll! Viele Geräte enthalten Schadstoffe wie Quecksilber, Blei oder Cadmium. Gleichzeitig gehen wertvolle Rohstoffe wie Gold, Silber und seltene Erden verloren.
Vor der Entsorgung: Löschen Sie persönliche Daten von Smartphones und Festplatten. Ein Zurücksetzen auf Werkseinstellungen reicht bei Smartphones aus. Bei Festplatten empfiehlt sich ein spezielles Löschprogramm.