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Wohnen||10 Min. Lesezeit

Nebenkostenabrechnung: So decken Sie Fehler auf

Jede zweite Nebenkostenabrechnung enthält Fehler. So prüfen Sie Ihre Abrechnung und fordern zu viel Gezahltes zurück.

NebenkostenMietrechtBetriebskostenAbrechnung

Laut dem Deutschen Mieterbund enthält jede zweite Nebenkostenabrechnung Fehler – oft zulasten der Mieter. Fehlerhafte Verteilerschlüssel, nicht umlagefähige Kosten oder falsche Wohnflächenangaben sind die häufigsten Probleme. Es lohnt sich, die Abrechnung sorgfältig zu prüfen.

Formelle Voraussetzungen prüfen

  • Abrechnungszeitraum: Muss exakt 12 Monate betragen
  • Abrechnungsfrist: Der Vermieter muss innerhalb von 12 Monaten nach Ende des Abrechnungszeitraums abrechnen
  • Mindestangaben: Gesamtkosten, Verteilerschlüssel, Ihr Anteil und Vorauszahlungen
  • Gilt die Frist nicht, können Sie eine Nachforderung verweigern

Inhaltliche Prüfung: Die häufigsten Fehler

  • Nicht umlagefähige Kosten: Verwaltungskosten, Instandhaltungsrücklagen, Leerstandskosten
  • Falscher Verteilerschlüssel: Stimmt die Wohnfläche? Wurde korrekt nach Verbrauch oder Fläche verteilt?
  • Doppelte Abrechnung: Werden Kosten berechnet, die bereits in der Miete enthalten sind?
  • Unvollständige Belegeinsicht: Sie haben das Recht, alle Originalbelege einzusehen

Tipp: Widerspruchsfrist beachten

Als Mieter haben Sie 12 Monate nach Zugang der Abrechnung Zeit, Einwendungen zu erheben. Nutzen Sie diese Frist und prüfen Sie die Abrechnung in Ruhe. Fordern Sie bei Unklarheiten schriftlich Belegeinsicht beim Vermieter an.

Auch wenn Sie die Nachzahlung unter Vorbehalt überweisen, wahren Sie Ihre Widerspruchsrechte. Verweigern Sie die Zahlung jedoch nicht komplett – das kann zu einer Abmahnung führen.