Wohnungsbetrug bei Immoscout & Co: Fake-Inserate erkennen
Betrug bei der Wohnungssuche: So erkennen Sie Fake-Inserate auf ImmoScout24, WG-Gesucht und Co – typische Maschen und wie Sie sich schützen.
Zuletzt aktualisiert: 2026-05-08
In angespannten Wohnungsmärkten nutzen Betrüger die Verzweiflung von Wohnungssuchenden aus: Fake-Inserate, Vorschussbetrug und Identitätsdiebstahl sind die häufigsten Maschen. Pro Jahr werden tausende Menschen um Kautionen und Vorschusszahlungen betrogen. Dieser Ratgeber zeigt die Warnsignale.
Typische Betrugsmaschen bei der Wohnungssuche
- Vorschussbetrug: Kaution oder 'Reservierungsgebühr' vor der Besichtigung verlangt
- Schlüssel-per-Post-Masche: Vermieter angeblich im Ausland, Schlüssel kommt nach Zahlung
- Identitätsdiebstahl: Ausweiskopie und Gehaltsnachweis für 'Bonitätsprüfung' vor Besichtigung
- Gehackte echte Inserate: Betrüger kopieren reale Inserate zu niedrigerem Preis
- Phantom-Wohnungen: Die Wohnung existiert nicht oder gehört dem 'Vermieter' gar nicht
- WG-Casting-Betrug: Kaution für Zimmer in WG, die es nicht gibt
Niemals vor Besichtigung zahlen!
Zahlen Sie NIEMALS Geld bevor Sie die Wohnung besichtigt, den Vermieter persönlich getroffen und den Mietvertrag unterschrieben haben. Kein seriöser Vermieter verlangt Vorabzahlungen. Auch keine 'Reservierungsgebühr', 'Bearbeitungsgebühr' oder Kaution vor Vertragsabschluss. Jede solche Forderung ist ein sicheres Zeichen für Betrug.
Warnsignale für Fake-Inserate
- Miete deutlich unter dem Marktpreis (zu schön, um wahr zu sein)
- Kommunikation nur per E-Mail, kein Telefon, keine persönliche Besichtigung
- Vermieter angeblich im Ausland (oft: London, Paris, 'aus beruflichen Gründen')
- Zahlungsaufforderung vorab per Überweisung ins Ausland
- Inserat erst kürzlich erstellt, Anbieter ohne Bewertungshistorie
- Stock-Fotos oder Bilder aus anderen Inseraten (Google-Bildersuche nutzen!)
- Perfekte Wohnung zu günstigem Preis ohne jede Einschränkung
- Drängeln auf schnelle Entscheidung ('viele Interessenten')
So schützen Sie sich
- Wohnung immer persönlich besichtigen vor jeder Zahlung
- Identität des Vermieters prüfen (Grundbuch, Ausweis, Legitimation)
- Google-Bildersuche für Fotos aus dem Inserat nutzen
- Niemals Ausweiskopien ohne konkreten Mietvertrag versenden
- Bei Zweifeln: Handelsregister, Grundbuch oder Nachbarn befragen
- Betrugsverdacht bei Portal melden und Anzeige erstatten
Im Betrugsfall
Wenn Sie bereits gezahlt haben: Kontaktieren Sie sofort Ihre Bank (Überweisung ggf. noch stoppbar), erstatten Sie Anzeige bei der Polizei und melden Sie den Fall dem Immobilienportal. Bei Identitätsdiebstahl: Informieren Sie die Schufa und setzen Sie einen Betrugshinweis.