Fitness-Tracker: Was passiert mit Ihren Gesundheitsdaten?
Datenschutz bei Fitness-Trackern und Smartwatches: Welche Daten gesammelt werden und wie Sie Ihre Privatsphäre schützen.
Smartwatches und Fitness-Tracker erfassen intime Gesundheitsdaten: Herzfrequenz, Schlafmuster, Menstruationszyklen, Blutdruck, Stresslevel und Bewegungsprofile. Diese Daten gelten nach der DSGVO als besonders schützenswerte Gesundheitsdaten (Art. 9 DSGVO). Doch wie gehen die Hersteller tatsächlich damit um?
Welche Daten werden gesammelt?
- Biometrische Daten: Herzfrequenz, SpO2, Hauttemperatur, EKG
- Aktivitätsdaten: Schritte, zurückgelegte Strecken, Trainingsdauer
- Standortdaten: GPS-Tracking bei Outdoor-Aktivitäten
- Schlafdaten: Schlafphasen, Aufwachzeiten, Schlafqualität
- Persönliche Angaben: Alter, Geschlecht, Gewicht, Größe
Wo landen Ihre Daten?
Bei den meisten Herstellern werden die Daten in Cloud-Servern gespeichert – häufig außerhalb der EU. Die Datenschutzrichtlinien erlauben oft die Weitergabe an Dritte für ‚Forschungszwecke' oder ‚Produktverbesserung'. Google (Fitbit) und Apple verarbeiten die Daten auf eigenen Servern; bei chinesischen Herstellern wie Xiaomi und Huawei landen die Daten teils auf Servern in China.
Gesundheitsdaten sind besonders sensibel. In den USA wurden bereits Fitnessdaten in Scheidungsverfahren und Versicherungsstreitigkeiten als Beweismittel verwendet. Überlegen Sie genau, welche Daten Sie preisgeben möchten.
So schützen Sie Ihre Daten
Deaktivieren Sie GPS-Tracking, wenn Sie es nicht benötigen. Prüfen Sie die Datenschutzeinstellungen der App und deaktivieren Sie die Weitergabe an Dritte. Nutzen Sie ein starkes Passwort und aktivieren Sie Zwei-Faktor-Authentifizierung für Ihr Herstellerkonto.