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Gesundheit||11 Min. Lesezeit

Nahrungsergänzungsmittel: Risiken und Nebenwirkungen

Wann Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll sind, wann sie schaden und wie Sie seriöse Produkte erkennen.

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Der Markt für Nahrungsergänzungsmittel (NEM) in Deutschland hat ein Volumen von über 2,5 Milliarden Euro jährlich. Vitamin D, Magnesium, Omega-3 und Zink zählen zu den meistverkauften Produkten. Doch die meisten gesunden Menschen mit ausgewogener Ernährung benötigen keine Supplementierung – im Gegenteil: Eine Überdosierung kann gesundheitliche Risiken bergen.

Wann Nahrungsergänzung sinnvoll sein kann

  • Vitamin D im Winter: In Deutschland erreichen viele Menschen nicht die empfohlene Zufuhr (Bluttest empfohlen)
  • Folsäure vor und während der Schwangerschaft: Ärztlich empfohlen zur Vorbeugung von Neuralrohrdefekten
  • Vitamin B12 bei veganer Ernährung: Kommt fast ausschließlich in tierischen Lebensmitteln vor
  • Eisen bei nachgewiesenem Mangel: Vor allem Frauen im gebärfähigen Alter betroffen
  • Jod bei Schilddrüsenerkrankungen: Nach ärztlicher Empfehlung

Risiken der Selbstmedikation

  • Vitamin A: Überdosierung kann Leberschäden verursachen
  • Vitamin E: Hohe Dosen erhöhen möglicherweise das Risiko für Schlaganfälle
  • Kalzium: Übermäßige Zufuhr steht im Zusammenhang mit Herzerkrankungen
  • Beta-Carotin: Bei Rauchern erhöhtes Lungenkrebsrisiko nachgewiesen
  • Eisen: Überdosierung belastet Leber und Herz

Warnung: NEM sind keine Arzneimittel

Nahrungsergänzungsmittel durchlaufen kein Zulassungsverfahren wie Medikamente. Für Wirksamkeit und Sicherheit ist allein der Hersteller verantwortlich. Das BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) führt nur Stichprobenkontrollen durch.

Lassen Sie vor der Einnahme von NEM einen Bluttest beim Hausarzt durchführen. Nur so lässt sich feststellen, ob tatsächlich ein Mangel vorliegt. ‚Viel hilft viel' gilt bei Vitaminen und Mineralstoffen definitiv nicht.